Katzenbild

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Salut Christine,

ich war ja besten Willens, ehrlich, Ihnen doch frühzeitig zu antworten, letzten Donnerstag noch, wohl wissend, daß sich über das Wochenende keine Zeitfenster mehr auftun würden. Aber einerseits wollte ich vorher Ihren Duval – Mörderische Côte d’Azur – fertig gelesen haben und andererseits hatte ich schließlich doch noch zu tun in diesem Dienst. Geburtshilfe. Epiduralkatheter. Drei davon, der erste gegen elf, dann noch zwei zwischen Auflösung und Epilog. Am Ende war es halb zwei Uhr nachts, definitiv nicht mehr der Zeitpunkt, was zu schreiben. Höchstens ein kleines Sortiment Emoticons, Erschöpfung zum Beispiel zum Ausdruck bringend. Oder Anerkennung, netter Krimi! Außerdem hatte ich ein ungutes Gefühl zum Geburtsverlauf für zumindet eine der Damen. Fünf Uhr spätestens, war meine Prognose, bekäme die kleine Dicke mit Hohlkreuz aus Saal drei ihren Kaiserschnitt. Am besten also schnell noch was schlafen bis dahin. Manchmal kommt es schlimmer als man denkt. Donnerstag Nacht kam es schlimmer. Erst die aus Saal zwei, weil es dem Baby nicht mehr so gut ging. Die Herztöne. Zu schnell das kleine Herz im Basisrhythmus, zwischendurch zu langsam. Klare Indikation. 03:20 Uhr. Mit dem Gynäkologen von Donnerstag Nacht, Gilles, dem Chef de service, dauert Kaiserschnitt eine knappe Stunde. Einschließlich An- und Abtransport der Dame. Das geht. Andere sind weniger schnell. Danach war auch die kleine Dicke mit Hohlkreuz aus Saal drei soweit. Ganz gut, meine Prognose. Schwacher Trost. Stillstand seit gut zwei Stunden. Auch eine klare Indikation zum Kaiserschnitt. Den Rest des Tages komme ich nach solchen Nächten nicht über den Allgemeinzustand eines Zombies hinaus. Intellektuell gefühlt auf einem Niveau knapp über dem einer Katze zum Beispiel. Reicht für Intermarché, Wäsche falten und Mülleimer rausbringen. Schon Autofahren dabei äußerst risikobehaftet. Am Montag vor den Ferien erst hatte ich das erlebt. Beim Abholen der Kinder von der Schule. Den Kleinwagen vor mir einfach nicht gesehen. Oder schon nach links abgebogen vermutet. Nicht gesehen, daß er stattdessen auf halber Strecke stehen geblieben war. Es war knapp, kein gravierender Schaden. Der Stoßfänger des Kleinwagens einmal über die Länge meiner Fahrerseite geschrammt. Wie auch immer, kein Zeitfenster am Freitag. Katzen oder so schreiben nicht.

Léon, der Kommissar, ist ein netter Typ. Daß die Mutter seiner Kinder Distanz zu ihm schafft, weil er eben diese Kinder glatt zu vergessen neigt, kann man ihr nicht übel nehmen. Neugierig bleibt man am Ende natürlich zur weiteren Entwicklung mit Annie. Abgeschoben ins Hinterland, ist zu befürchten, daß da außer gelegentlichen Intermezzi nichts mehr passieren wird.

Nach dem Epilog kommen in meiner kindle-Ausgabe noch ein paar Seiten Autorin, Katzen, Verlag, Urheberrechte. Und dann kontextuelle Lese-Empfehlungen von Amazon. Der zweite Duval natürlich und, das fand ich wirklich überraschend, eine ganze Sammlung weiterer Südfrankreichkrimis von deutschen Autoren. Eine Seite wie eine bunte Briefmarkensammlung. Es gibt „Provenzalische Geheimnisse“ und „Provenzalische Intrige“ – warum eigentlich „z“ und nicht „ç“? – von Sophie Bonnet, eine „Tödliche Camargue“ von Cay Rademacher, „Ein Hauch von Tod und Thymian“ von Ignaz Hold. Und so weiter. Vorne drauf durchweg bunte Postkarten-Provence. In jedem Dorf der Provence haben Deutsche ihren Zweitwohnsitz und schreiben Krimis. Ob die alle von ihren Commissaires leben können? Auf der entsprechenden Seite bei Amazon findet man noch viel mehr. Der Frankreichkrimi wird in industriellem Maßstab betrieben. Weitere Autoren, andere französische Regionen. Manche schreiben unter ihrem richtigen Namen, Sabine Grimkowski verwendet ein Pseudonym. Sophie Bonnet ist das Pseudonym „einer erfolgreichen deutschen Autorin“. Warum eigentlich Pseudonym? Ist es peinlich, Krimis zu schreiben? Quatsch. Heike Koschyk schreibt eben noch eine andere Kategorie Krimis. Es geht auch um die „Atmosphäre“. Sagt sie in einem Interview mit dem NDR. Wahrscheinlich eine Marketing-Empfehlung des Verlags. Vermutlich gar nicht so abwegig. Manch germanischer Klarname, Torsten oder Annegret zum Beispiel, vermag nur wenig frankophilen oder gar mediterranen Flair zu vermitteln. Sophie und Christine machen sich da auf dem Cover besser.

Gerade zurück aus einer guten Woche Urlaub in der Bretagne kaufte sich meine Frau letztes Jahr „Un été à Pont-Aven“. Jean-Luc Bannalec. Das klingt echt bretonisch.  Ein Krimi passend zu gerade selbst gelebten Eindrücken. Sie war dann ein wenig enttäuscht, als sie der Tatsache gewahr wurde, daß es sich dabei um den ins Französische übersetzten Bestseller „Bretonische Verhältnisse“ handelte. Und der Autor eigentlich ein Deutscher in Frankfurt ist. Das meint Heike Koschyk – oder ihr Verlag – wohl mit atmosphärischer Wirkung. „Un été à Pont-Aven“ von Jörg Bong hätte meine Frau wohl nicht erworden. Vielleicht nicht einmal „Bretonische Verhältnisse“.

Mit dem Pseudonym verhält es sich wohl so wie mit Kinderfilmen und Katzenbildern bei Facebook und Youtube. Bringt mehr Aufmerksamkeit.

Cordialement!

Miez


© Bertram Diehl, 2016. Abdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

bertram@diehl.fr

3.652 Zeichen

Zweitausend Zeichen gesteht mir die Redakteurin zu. Den Fokus auf meinen Beruf, Anästhesist, „gewürzt“ mit Besonderheiten aus französischem Krankenhausalltag. Wünscht sich die Redakteurin. Zweitausend Zeichen. Das ist nicht viel für gewürzten Alltag mit Fokus. Zweitausend Zeichen sind im französischen Krankenhausalltag schon gesagt, bevor der Tag überhaupt richtig anfängt.

Mein Alltag findet vorwiegend im bloc opératoire statt. Im OP. Da gibt es OP-Schwestern, die ab halb acht in ihrem Saal Instrumente für ihre Chirurgen auspacken, nett drapiert auf sterilem Grün. Anästhesiepersonal, das die Funktionsfähigkeit der Maschinen prüft, Spritzen vorbereitet und nett zu den Patienten im Vorraum ist. Der Chirurg hat seinen Auftritt typischerweise um 8:45 Uhr. Also, um genau zu sein, nicht vor 8:45 Uhr. Der Anästhesist ein bißchen vorher, ab halb neun. Normalement. Bis dahin sind die Schwestern und Pfleger mit ihren Vorbereitungen längst fertig und warten in der Kaffeeküche. Rufen den jeweiligen Arzt auf seinem Portable an: wir sind fertig, du kannst kommen. Der Arzt sagt am Telefon „j’arrive“. Wenn man verschlafen hat und unter der Dusche erwischt wird, kann man „j’arrive“ sagen. Das gleiche „j’arrive“ würde man auch aus der Umkleide nebenan verkünden. J’arrive umschreibt ein äußerst großzügiges zeitliches Spektrum. Alles ist drin von „sofort“ bis „heute noch, ganz sicher“. Das ist im Hôpital nicht anders als mit dem Plombier, auf den man seit dem frühen Morgen verzweifelt wartet.

Wenn ein Doktor „j’arrive“ gesagt hat, kann das zugeteilte Pflegepersonal sagen: „il arrive“. Und schon gilt auch für sie das gleiche zeitliche Spektrum. Großzügig. Das ist eigentlich ganz angenehm. Wenn der Chef fragt, warum es nicht weiter geht, kann man sagen „il arrive“. Das reicht völlig als Legitimation. Und für einen Kaffee. Einen mindestens. Zum Kaffee im großen Kreis plaudert es sich gut über Einzelheiten des Menüs von gestern Abend, das Auswärtsspiel des RCT vom Samstag, die Kinder, die aktuelle Diät. Natürlich auch über den spannenden Kaiserschnitt letzte Nacht und wie blöde das ist, daß man schon wieder auf den Doktor warten muß. So wie immer eigentlich. Dabei weiß der doch, daß er ein volles OP-Programm hat! Und daß der Chef da endlich mal eingreifen müßte.

Da sind zweitausend Zeichen schnell gesagt.

Zu meinem Auftritt, meist kurz nach halb neun, sitzen die meisten Schwestern und Pfleger mit ihrem Kaffee in der Kaffeeküche. Alle Anwesenden müssen geküßt werden. Alle. Alle wollen geküßt werden. Bises links und rechts, salut, tout va bien? Dazu kleiner Smalltalk, kleiner Scherz. Du bist aber schlecht rasiert heute! Wenn man jemanden vergißt, muß man mit lautstarkem Protest rechnen. Alleine in diesem Kontext sind auch meine zweitausend Zeichen wahnsinnig schnell gesagt. Zweitausend Zeichen sind nur eine gute halbe Seite.

Früher war das anders. Früher, in einem Provinzkrankenhaus des nordöstlichen Ruhrgebiets. Ende des letzten Jahrtausends. Visite auf der Intensivstation halb acht. Halb acht! Steile Hierarchie. Chefarzt, Oberärzte, Fußvolk. 7:31 Uhr. Ein geflüstertes „Guten Morgen“. Zwölf Zeichen. Dienstbeginn ist sieben Uhr dreißig, Herr Diehl. – Tut mir leid, Frau Chefärztin. Ich war im Stau wegen Unfall auf der Provinzialstraße. Nochmal gut achtzig Zeichen. In der Kaffeeküche des OP saß morgens niemand. Keiner hatte Zeit zu sitzen. Und geküßt wurde da ohnehin nicht. Früher, zu Ende des letzten Jahrtausends im nordöstlichen Ruhrgebiet, kam ich im Krankenhausalltag mit zweitausend Zeichen problemlos bis in die Kantine mittags.

Das sind nun 3.652 Zeichen geworden. Bleibt abzuwarten, was die Redakteurin dazu sagt.


© Bertram Diehl 2015. Abdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

bertram@diehl.fr


8. Mai

Auch Redakteurinnen können nicht anders. Sie müssen einfach was wegkürzen. Sie haben ja schließlich auch Vorgaben – andere Beiträge, Werbung, Quadratzentimeter hier und da. Ich kann mit dem Resultat leben. Ist abgedruckt in der Mai-Ausgabe der Riviera Zeitung.

Geburtshilfe

Der Klassiker zur Dienstübergabe der Hebammen. Die ganze Nacht kein einziger Hilferuf an den diensthabenden Anästhesisten und kaum ist Philippe da, Philippe die Hebamme, übergewichtiger Gesichtshaarträger, geht es nicht mehr ohne mich. 7:12 Uhr. Eine Zweitgebärende bei drei Zentimetern. Hat sie denn Schmerzen? Ben, oui, sie hat schon etwas Schmerzen. Ich muß mich aus dem Bett in mein Grünzeug quälen, Zähne putzen. Wir teilen unsere Toilette, ein Waschbecken und eine gammelige Duschkabine mit den Intensivmedizinern. Einmal über den Flur. Wenn man Pech hat, putzt sich der Intensivdoktor gerade die Zähne. Keine zehn Minuten später eine Nachricht auf meinem Handy. Von 7:24 Uhr. Ève, die Hebamme, noch übrig aus der Nachtschicht. Nicht mehr nötig, sagt sie. Die Frau hat entbunden. Aha. Geburtshilfe vom Feinsten.

Schlimmer aber noch der Anruf um 2:32 Uhr. Wie ein Eimer Eiswasser im Tiefschlaf. Letzten Sonntag. Von Sébastien, der Hebamme. Kein Gesichtshaar. Elsässer. Besucht manchmal seinen Großvater in Ulm. Und bringt mir Schokolade von Ritter Sport mit. Gibt’s hier nur bei Décathlon. Péridurale für eine Steißlage. Das kann ich einsehen. Entbindung aus Steißlage ist schöner mit Epiduralkatheter. Da kann immer was schiefgehen. Und Schmerzen hat sie auch.

3:43 Uhr schon wieder Sébastien. Wieder Eiswasser! Rhythmusanomalien beim Kind in Steißlage, Kaiserschnitt. Samir aus Syrien ist der Gynäkologe. Nichts gegen Ausländer. Bin selbst einer. Samir aus Syrien macht immer – na ja, oft – zu kurze Kaiserschnitte. Zu kurz in der Bauchdecke, zur kurz in der Gebärmutter. Braucht dann Vakuum oder Zangen, um die Kleinen aus dem Bauch zu zerren. Kostet immer ein paar APGAR-Punkte. Sachichnoch: Mach‘ Deinen Schnitt groß genug! Wenigstens diesmal! Keine Abenteuer mitten in der Nacht! Bitte! Denk‘ an meine Herzkranzgefäße! Wer aber hört schon auf das altkluge Geschwätz des Anästhesisten? Jaja, biensûr, aie confiance! Keine Angst! Und? Das Resultat? Klar, Schnitt zu klein. Reicht für Füße und Bauch. Nicht mehr für das Köpfchen und die Ärmchen. Bei Steißlage kann man sich auch nicht helfen mit Vakuum oder Zangen. Stattdessen großes Metzgern an der Bauchdecke und der Gebärmutter. Das Kind ganz sprachlos. Ganz schlapp. Ganz blaß. Herzfrequenz bei etwa fünfzig. APGAR 2 (in Worten: zwei), würde ich sagen. Wo ist der Kinderarzt? Kein Pädiater! Kein Wunder, t’as vu l’heure? Der muß ja auch erstmal aufstehen. Und dann noch herfahren von Le Pradet. Bis dahin ist das Kind tot. Oder der Anästhesist rettet es. Und zahlt mit seinen Herzkranzgefäßen. Geburtshilfe vom Feinsten.

Samir sagt, die Frau wäre selbst schuld. C’est pas ma faute! Das ist doch nicht mein Fehler! Kaum hätte er in den Uterus geritzt, hätte der sich so richtig kontrahiert. Aber sowas von kontrahiert! Der Uterus. Kann ich was für den Uterus von der Frau? Sowas! Einfach kontrahiert, der Uterus! Kann die Frau nicht ein bißchen aufpassen auf ihren Uterus? Genau um den Hals der Kleinen! Aber ehrlich!

Frage an die gynäkologische Kollegenschaft: Ist das so überraschend? Das mit dem Verhalten der Uterusmuskulatur bei Schnittentbindung? Kann der Gynäkologe das nicht antizipieren?

Ein paar Tage später wieder Kaiserschnitt mit Samir, dem Gynäkologen aus Syrien. Freitag Abend im Provinzkrankenhaus. Zweitgebärende, Termin eigentlich in zwei Wochen. 104 Kilo bei 158 Zentimetern. Seit fünf Uhr nachmittags im Krankenhaus. Blasensprung wohl. Was weiß ich. Geburtseinleitung eben. Bei der vaginalen Untersuchung findet Magali, die Hebamme, so eine komische Beule. Keine Ahnung, was das ist, sagt sie. Da muß der Samir mal mit dem Sono gucken. Indikation zum Kaiserschnitt 18:32 Uhr. Warum? Steißlage! Magali braucht Samirs Sono, um eine Steißlage zu erkennen! Wow! Hat Magali nicht Hebamme gelernt? Außerdem Rhythmusstörungen beim Kind. Aber das sagen sie immer, damit’s ein bißchen schneller geht. Hop-hop-hop quasi. Und natürlich so kurz vor dem Schichtwechsel sowieso. Schichtwechsel ist um 19:00 Uhr. Hop-hop-hop.

Lieber Samir, mach‘ bitte den Schnitt lang genug. Bitte! Denk‘ an meine Koronarien! – Große Frau, große Narbe, fällt Samir dazu ein. – Nein, Samir, das meine ich nicht. Die Narbe auf dem Bauch ist mir scheißegal. Den Schnitt im Uterus meine ich. Der muß lang genug sein. Für den APGAR vom Baby. Und meine Koronarien! – Okay, okay, sagt er. Aber es klingt wie ein Adoleszenten-Jaja. Schnitt kurz vor sieben. Samir hat sich zwei Hebammen an den Tisch geholt! Philippe und Nacima. Zwei Hebammen in grün und steril gewaschen. Sonst gibt’s immer nur eine. Weil die Frau so dick ist, sagt Samir. Aha! Großer Schnitt im Bauch, großer Schnitt auch im Uterus. Danke, Samir! Aber was ist das denn? So ein Gewusel! Finger, Zehen, Hände, Füße! Und soviele davon! Weiß man gar nicht, wo man anpacken soll! Jetzt muß Philippe ran. Mit seinen starken Armen kann er das Loch mit dem Gewusel besser aufhalten als Nacima. So kann Samir wenigstens mal reingreifen und umrühren. Irgendwann wird in dem ganzen glitschigen Gewusel schon was auftauchen, was man richtig anpacken kann. Wahrscheinlich wird Samir schon ein bißchen panisch. Tunnelblick. Wenn das eine Hand ist, muß der Kopf da sein. Mehr rechts der Kopf also. Oder oben. Ist das eine Hand? Was ist rechts? Oben? Chadia! Chadia ist seine Kollegin, aus dem Libanon, die ihn immer wieder retten muß. Chadia! Wo ist Chadia? Samirs Problem ist nicht der zu kleine Schnitt. Nicht nur. Samirs Problem sind auch überraschende anatomische Strukturen. Zehen, Finger, Hände, Füße.

Am Ende gibt’s dann immerhin eine ordentliche Portion Nalador. Das steigert den Tonus der Uterusmuskulaur (glaube ich) und stabilisiert die Psyche handwerklich mittelmäßig begabter Gynäkologen. Außerdem vermuten handwerklich mittelmäßig begabte Gynäkologen eine schleimhautprotektive Aktivität im Gastrointestinaltrakt ihrer anästhesiologischen Kollegen. Wenn sie uns, in lichten Momenten, überhaupt als Kollegen wahrnehmen. Wenn sie überhaupt was anderes als sich selbst wahrzunehmen in der Lage sind.


© Bertram Diehl 2015. Abdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

bertram@diehl.fr